Tomatenanbau – Aussaat, Pflege Und Tomatenerde

Tomatenanbau – Aussaat, Pflege Und Tomatenerde

Tomaten sind ein sehr beliebtestes Gemüse in deutschen Gärten. Der Tomatenanbau kann jedoch sehr zäh und frustrierend sein, wenn man nicht ausreichend informiert ist. Deswegen findest du hier heraus, auf was du beim Tomatenanbau im eigenen Garten beachten solltest. Dadurch wird eine ertragreiche Ernte sehr wahrscheinlich!

Tomatenanbau – Wo Und Wann Pflanzen?

Tomatenanbau Tomaten reifen

Tomaten haben es gerne sonnig, warm und regengeschützt. Wenn du ein Gewächshaus hast, ist das natürlich der perfekte Ort für deine Tomaten. Aber es reicht auch vollkommen aus, wenn du sie irgendwo im Garten oder an der Hauswand platzierst. Dann solltest du darauf achten, dass sie überdacht sind und die meiste Zeit des Tages im Sonnenlicht stehen.

Falls du nicht im Besitz eines Gartens bist, aber dafür einen Balkon in deiner Wohnung hast, dann kannst du auch dort gut in Töpfen Tomaten anbauen.

Die beste Zeit um die Tomaten zu Pflanzen ist gegen Mitte Mai. Wenn du die Tomaten selbst ziehen möchtest, dann solltest du damit schon Mitte Februar anfangen.

Tomatenerde

Tomaten brauchen etwas mehr Nährstoffe als andere Pflanzen. Also ist die Wahl der richtigen Erde durchaus entscheidet. Du kannst den normalen Mutterboden mit einer kleinen Schicht Bokashi Erde anfüllen oder du erweiterst den Boden mit Kompost oder Pferdemist als Dünger.

Des Weiteren ist es empfehlenswert neben die Tomaten, egal ob diese in Kübeln, Töpfen oder einfach so im Boden gepflanzt sind, Kräuter zu pflanzen. Kräuter wie Basilikum oder Petersilie, aber auch Rosmarin sind dabei wirklich gut. Dadurch wird das Risiko von Schädlingsbefall stark verringert.

Tomaten Ziehen Und Pikieren

Tomatenanbau Tomaten pikieren

Tomaten selbst zu ziehen erfordert etwas Geduld, aber ist letztendlich wirklich nicht schwierig.

Das Erste, was du tun musst, ist Tomatensamen kaufen. Diese lässt du dann in kleinen Behältern ungefähr Mitte Februar wachsen. Eine gute Methode dabei ist es die Samen in einen Eierkarton gefüllt mit Erde einzupflanzen. Die Erde solltest du dann ordentlich anfeuchten und die Samen regelmäßig gießen.

Den Eierkarton oder andere Behälter, in denen du deine Tomaten ziehen möchtest, brauchen dann einen sonnigen und warmen Platz, am besten irgendwo drinnen auf einer Fensterbank.

Wenn die Pflanzen dann größer werden kannst du sie in Töpfe umsetzen. Von nun an müssen sie es nicht mehr so warm haben, dadurch wachsen sie zwar etwas langsamer bilden aber vermehrt und stärker Wurzeln aus.

Aber auch hier spalten sich, wie bei vielen Sachen im Garten, die Geister. Mache einfach deine eigenen Erfahrungen und finde für dich heraus wie es am besten funktioniert.

Wenn du dir den Aufwand mit ziehen und pikieren der Tomaten ersparen möchtest, kannst du natürlich auch bereits vorgezogene Tomaten kaufen.

Tomatenanbau – Das Pflanzen Und Rankhilfe Der Tomaten

Tomatenanbau Tomaten Rankhilfe

Dann geht es endlich los. Ab Mitte Mai, wenn der Frost weg ist, kannst du deine Tomaten draußen einpflanzen.

Bevor der Tomatenanbau los geht, ist der Einsetzort mit nährstoffreicher Erde aufzufüllen. Welche du dafür benutzt, kannst du etwas weiter oben nochmal nachlesen.

Die verschiedenen Pflanzen sollten in einem Abstand von 40 bis 50 cm gepflanzt werden. Das jeweilige Loch, in das die Tomatenpflanze eingesetzt wird, solltest du ordentlich vorwässern bzw. einsumpfen. Dann stellst du die Tomaten rein. Am besten so, dass der Stamm auch ein bisschen im Boden ist. Dieser schlägt dann noch Wurzeln und das stabilisiert die Tomatenpflanze.

Wenn die Tomate im Boden ist, stellst du eine Rankhilfe dazu. Dafür eignen sich vor allem die spiralförmigen Metallstangen. Wahlweise kannst du auf ein fest installiertes Gitter an der Hauswand zurückgreifen, falls du die Tomatenkübel an deine Hauswand stellst.

Die Tomaten sind nun gepflanzt und können anfangen richtig zu wachsen. Wie schon erwähnt kannst du zwischen den Tomaten Kräuter pflanzen, um die Chance eines Befalls von Schädlingen oder Krankheiten zu verringern.

Tomaten Pflege

Der Tomatenanbau ist vorerst erledigt, jedoch kannst du sie jetzt nicht zurücklassen, bis die Tomaten zu ernten sind. Sondern die Pflanzen benötigen regelmäßige Pflege, damit sie überleben und eine ertragreiche Ernte entsteht.

Natürlich beginnt das mit den Klassikern der Pflege. Regelmäßig gräbst du das Unterkraut unter die Erde oder entfernst es und die Pflanze muss täglich gegossen werden. Beim Gießen ist es wichtig, dass sie unten am Stamm gegossen wird und die Blätter nicht feucht werden. Ansonsten kann es schnell zu Verbrennungen kommen.

Weitere Pflege besteht bei den Trieben und dem Stamm der Tomatenpflanze. Seitentriebe die entstehen und schwer werden, können abbrechen und das kann Folgen, wie den Tod der Mutterpflanze, haben. Deshalb solltest du Seitentriebe entweder gut abstützen oder frühzeitig abknicken.

Den Hauptstamm wickelst du regelmäßig in die Rankhilfe ein, so bekommt er mehr Stabilität. Außerdem knickt er selbst bei stärkerem Wind nicht ab.
Wenn die Tomatenpflanzen dann irgendwann sehr groß ist, schneidest du die oberen Triebe, die sich ausbilden, ab. Die Tomatenpflanze soll dann nämlich den größten Anteil der produzierten Energie in die Reifung der Früchte stecken und nicht mehr in Wachstum.

Tomaten Ernten und Nachreifen

Tomaten ernten

Mitte Juli erntest du wahrscheinlich die ersten roten Tomaten. Das Ernten kann bis zum Anfang November andauern und du wirst immer mal wieder eine rote Tomate finden. Pro Pflanze kannst du mit einer Ernte von ca. einem bis zwei Kilo rechnen.

Im Herbst werden die Temperaturen vermutlich unter 15° C fallen, dann ist es Zeit alle Tomaten zu ernten. Egal ob sie rot sind oder nicht. Denn du kannst die grünen Tomaten nachreifen lassen, an der Pflanze würden sie bei den niedrigen Temperaturen leider vergammeln.

Die grünen Tomaten enthalten Solanin und sind somit giftig, warte also wirklich, bis sie rot sind, um sie zu verzehren. Beim Nachreifen legst du die grünen Tomaten in eine warme Gegend, bei ca. 18 bis 22° C.

Die Tomaten sollten sich nicht gegenseitig berühren und es hilft auch die Tomaten nach aktuellen Reifestand zu sortieren. Das bedeutet, Tomaten, die schon leicht rot sind, legst du mit anderen leicht roten Tomaten zusammen.

Ein weiterer Tipp, der teilweise auch umstritten ist, ist das dazu Legen eines Apfels. Dieser soll das Reifen der Tomaten beschleunigen.

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